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Mi

10

Aug

2011

Krankes Lamm

Der Gesundheitszustand unseres kleinen Lämmleins hat sich dann doch noch am Sonntagabend verschlechtert!

Die Herde kam ohne den kleinen Kerl in den Stall. Also mussten wir ihn erst mal suchen. Weit konnte er ja nicht sein. Wir fanden ihn auch bald. Er wollte nicht laufen, dann trugen wir ihn eben nach Hause. Sicher hatte er lange nichts zu trinken gehabt. Wir brachten ihn zu seiner Mutter. Er wollte zwar an ihre Zitzen, aber ließ gleich wieder davon ab. Wir banden die Mutter fest und versuchten ihm zu helfen. Mein Mann melkte am Euter und gleich als die Milch kam schoben wir seinen Mund dort hin, doch er saugte nicht daran.

Dann melkten wir die Mutter und gaben dem kleinen die Milch mit der Spritze, da wir auch gerade keinen passenden Sauger für ein Lämmlein da hatten.

Mein Mann schob ihm den Finger ins Maul und während er kräftig daran sog, drückten wir mit der Spritze (ohne Nadel natürlich) die Milch seitlich in sein Maul. Das klappte hervorragend. Ich war schon etwas erleichtert, aber auch war es ein Rätsel, warum er bei der Mutter nicht trank.

Am Montagmorgen war sein Zustand noch schlechter. Er wollte schon nicht mehr saugen und wurde immer schwächer, also riefen wir den Tierarzt an. Per Ferndiagnose tippte er auf innerliche Nabelentzündung. Wir besorgten nach seiner Angabe ein Breitbandantibiotika und Vitamine und spritzten ihm dies gleich.

Dann melkten wir die Mutter wieder und flößten die Milch dem Kleinen ein. Das alle 4 Stunden. Am Abend hatte die Mutter aber nur noch wenig Milch, da sie den ganzen Tag über kaum gefressen bzw. getrunken hatte. Wir hatten sie den Tag über in unserem Garten an ein Seil gebunden. Hier gab es leckeres Gras und der Kleine war immer ganz in ihrer Nähe.  Doch sie war so nervös durch diese ungewohnte Situation, denn ihre Herde war nicht da, so dass sie das Fressen vergaß.

Wieder dem Tierarzt angerufen und der meinte man könne ihm auch Kuhmilch verdünnt mit Wasser geben.

Also bekam er bei der nächsten Mahlzeit diese Mischung, die er auch wirklich gut vertrug. Auch mitten in der Nacht hieß das für uns aufstehen und ihn füttern.

Die Medizin sollten wir ihm alle 24 Stunden über 3 Tage geben. Dann müsste sich eine Besserung zeigen.

Heute sah er nun auch wirklich besser aus. Er war nicht mehr ganz so schwach und saugte auch schon etwas an dem Schoppen, den wir besorgt hatten. Auch bei der Mutter hatte er es kurz versucht, aber es war ihm wohl noch zu schwer. Doch mussten wir die Mutter wieder melken, damit sie die Milchproduktion nicht ganz einstellte. Nachdem sie auch wieder gefressen und getrunken hatte kam auch wieder mehr Milch.

 

Heute sah er nun auch wirklich besser aus. Er war nicht mehr ganz so schwach und saugte auch schon etwas an dem Schoppen, den wir besorgt hatten. Auch bei der Mutter hatte er es kurz versucht, aber es war ihm wohl noch zu schwer. Doch mussten wir die Mutter wieder melken, damit sie die Milchproduktion nicht ganz einstellte. Nachdem sie auch wieder gefressen und getrunken hatte kam auch wieder mehr Milch.

Dann schaute mein Mann heute auch nach dem Nabel des Patienten, denn beim hoch heben spürte er eine Beule dort. Der Nabel war offen und man sah nun wie er voll mit Maden war. Solche Anblicke haben wir ja schön öfter gehabt, wenn unsere Tiere eine Verletzung hatten. Aber immer wieder schüttelt es mich dabei. Mein Mann holte dann mit einer Pinzette alle Maden aus der Wunde heraus. Zudem musste ein spezielles Spray gegen die Maden auf die Wunde gesprüht werden. Die Prozedur ist sicher nicht angenehm, aber der Kleine war wirklich tapfer.

Nun werden wir sehen, wie sich sein Zustand in den nächsten Tagen entwickelt. Er muss auf jeden Fall von der Mutter trinken und wieder so fitt werden, dass er mit der Herde mit kommt. Aber ein paar Tage wird er schon noch brauchen.

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Kommentare: 4

  • #1

    Regina (Donnerstag, 11 August 2011 22:03)

    Och Mensch - das arme Ding .... beim Anblick der Maden schüttelt es mich aber auch ... aber auch das gehört zur Natur .

    LG von der Insel

  • #2

    Elke (Donnerstag, 11 August 2011 22:19)

    Der arme Kurze, da wünsche ich ganz schnell gute Besserung.

    LG
    Elke

  • #3

    MsDarlin (Freitag, 12 August 2011)

    Ich hoffe auch, dass es zu Kräften kommt.

  • #4

    Uschi3 (Donnerstag, 18 August 2011 22:36)

    Wie gehts dem Lämmlein mittlerweile?
    Hoffe, daß es wieder zu Kräften kommt!

    LG
    Uschi

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